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10. Das wahre Sehen

Unser bildhaftes Sehen – gestochen scharf, mit geraden Linien, Rändern, Kanten, Ecken, Feldern und Farben, die wir „den Dingen unserer Welt“, die um uns existieren, eindeutig zuordnen können – haben wir vorrangig dem erstaunlichen Zusammenspiel zwischen den Nervensignalen unserer Augen und den Abläufen in unserem Gehirn zu verdanken, aus deren Zusammenspiel die Bilder „entwickelt werden“, die wir wahrnehmen. Auf diese Weise, so meinen wir, nehmen wir die Realität wahr, die uns umgibt. Doch dem ist (eigentlich) nicht so.

Längst ist bekannt, dass Tiere ganz anders sehen: Andere Farben, andere Umrisse, für uns Unsichtbares, kurz: eine „andere Natur der Dinge“. Die Realität der Tiere ist somit eine andere, als die der Menschen, und es stellt sich die Frage, welche die wahre ist.

Gibt es die überhaupt?

Die Strukturen im Licht offenbaren, dass sich in den verschiedenen Farben und Farbtönungen des Lichts jeweils andere Formen, Felder, Zeichen, Symbole und Muster verbergen (bzw. gesehen werden können). Jede winzige Farbabstufung bedeutet einen veränderten Zustand (des Ganzen, im Ganzen) und somit eine veränderte bzw. ganz andere „Realität“, die aus der vorherigen, mit der sie untrennbar verbunden bleibt, hervorgegangen ist. Die „neue Ebene“ (bzw. Entwicklungsstufe)  hat sich daraus entwickelt – (in Richtung Vollendung) weiterentwickelt.

Egal, welche Farbe man als „Grundfarbe“ sieht, annimmt oder auf ein Blatt Papier malt: 

Fügt man weitere Farben hinzu, die sich mit den bereits vorhandenen vermischen und verbinden, entspricht dies einer schöpferischen Weiterentwicklung – ein tiefer „in die Wahrheit eindringen“, was mit sich bringt, dass sich die hier „vorhandenen“ bzw. durch den schöpferischen Vorgang erschaffenen Zeichen, Symbole und Muster in einem erweiterten, weiter entwickelten  Zustand befinden. Je tiefer das Eindringen (das dem Weg der Selbsterkenntnis ins eigene Innere entspricht), umso komplexer die Strukturen, und umso durchschaubarer „die Transparenz des Ganzen“.  Auf diese Weise entsteht auch jedes Schriftstück und jedes Buch, jeder Gedankengang, jedes Lied, jede Melodie – alles.

 

Noch einmal: Alle Lebewesen, ob Tiere oder Menschen, sehen die EINE Realität, jedoch – entsprechend der jeweiligen Färbung (in der sie sie sehen) – in unterschiedlichen Entwicklungsstadien. Je weiter entwickelt der „Sehende“, umso „zusammenhängender und komplexer“ ist das, was er sieht. Bildung/Weiterbildung führt also zu einer ständigen Veränderung unserer Sichtweise. Jede noch so kleine neue Erkenntnis führt zu einer Farbveränderung im Licht (das uns das Sehen bestimmter Strukturen und Zusammenhänge ermöglicht).

Wie im gewöhnlichen Alltag: Je mehr wir über etwas wissen, je aufgeklärter wir darüber sind, umso umfassender und komplexer die Sichtweise, mit der wir es betrachten können.

Wie innen, so außen – wie in der materiellen Welt, so in der geistigen (unsichtbaren, kleinen).

österreichischer Schriftsteller, Übersetzer und Historiker.

An anderer Stelle habe ich schon darauf hingewiesen, dass in den Mythen des Alten Ägypten vielfach auf Augen hingewiesen, und das rechte Auge – und somit das „rechte Sehen“ – dem Sonnengott Re zugeordnet wird. „Rechtes Sehen – das richtige Sehen der Dinge“, das lässt sich u.a. davon ableiten, entspricht dem „göttlichem Sehen“. Demzufolge stellt sich die Frage wie man erkennen kann, was „wahr“ (und „göttlich“) ist und wie die Wahrheit sichtbar wird.

Der einzige irdische Weg, dies herauszufinden, davon gehe ich aus, ist Selbsterkenntnis, die zwingend damit einhergeht, tiefer in alles einzudringen, mit der Natur (mit der eigenen, die die Natur des Ganzen widerspiegelt) mehr und mehr zu verschmelzen und von ihr „unterrichtet“ und (stufenweise) immer tiefer in die Geheimnisse der Schöpfung eingeweiht zu werden. „Erleuchtung“ ist kein „irdisches Augenblicksereignis“, sondern ein Erkenntnisweg, dem man sich Schritt für Schritt nähert, indem man sich mehr und mehr Kenntnisse (über natürliche Zusammenhänge) aneignet. Allerdings ohne Garantie, auch nur einen Zipfel „des Göttlichen Lichts“ zu erhaschen oder die verborgenen Wahrheiten zu erkennen, wenngleich sie sich in vielen Dingen offenbart.

Der Autor Jean Gebser (1905-1973, deutsch-schweizerischer Philosoph, Schriftsteller, und Bewusstseinsforscher)  berichtet in seinem Buch Asien lächelt anders davon, dass sein Freund, der Soziologe Walther Tritsch (1892-1961), ein halbes Jahr lang als Gast in einem Athos-Kloster lebte.  Die in Athos-Klöstern lebenden Mönche führten  – ursprünglich orientiert an der Lebensweise von Mönchen des Alten Ägypten - ein asketisches Einsiedlerleben, in dem ständigen Bemühen, das „Unerschaffene Licht“ zu erblicken, was eine von vielen Umschreibungen für  dasUnerklärliche, Überweltliche, Göttliche Licht“ ist.

 

Der Apostel Paulus bezeichnete es im ersten Timotheusbrief (6,16) als

unzugängliches Licht (in dem Gott wohnt)“, und es gibt noch viele weitere Namen dafür. Z.B.:

„Übernatürliches Licht“, „Matrix“, Geistesessenz“, „Netz“ „Schleier“, „Wesen“, „Wolke“ „Transparenz“ etc.

 

Walther Tritsch berichtete davon, dass die Mönche, wenn sie denn tatsächlich irgendwann glaubten, besagtes Licht erblickt zu haben, zu zweifeln und sogar zu verzweifeln begannen, weil sie sich nicht sicher sein konnten, es tatsächlich gesehen zu haben. Sie waren voller Zweifel, ob es - infolge des unablässigen Bemühens und Wünschens, das Licht zu  sehen,  nicht doch nur eine Täuschung, ein „Irrlicht“, aufgrund von Einbildung, gewesen war.

 

In der Definition der zuvor genannten Bezeichnung „Transparenz offenbart sich die Schwierigkeit, dies Licht wirklich erblicken und sich dessen sicher sein zu können und zudem eine exakte(re) Bezeichnung dafür zu finden. Transparenz bedeutet  „durchscheinend“, auch Durchsichtigkeit. In der Physik bezieht sich „Transparenz“ auf die Durchlässigkeit in Bezug auf elektromagnetische Wellen, insbesondere des Lichts.

Der Apostel Paulus spricht von einem „unzugänglichen Licht“, obwohl alles daraus besteht, auch wir selbst, und sich in jedem Augenblick alles in ihm befindet. So gesehen kann es natürlich tatsächlich nicht begangen oder betreten werden - und der Weg dorthin bzw. der Weg dies zu erkennen, führt einzig und allein durch „die eigene Mitte“, was sich nur durch Selbsterkenntnis offenbart.

Der deutsche Lyriker, Theologe und Arzt Angelus Silesius (eigentlich Johannes Scheffler, 1624-1677) schrieb in einem seiner tiefreligiösen Texte:

 

Das Licht der Herrlichkeit scheint mitten in der Nacht.
Wer kann es sehn? Ein Herz das Augen hat und wacht.

Gott wohnt in einem Licht, zu dem die Bahn gebricht.
Wer es nicht selber wird, der sieht Ihn ewig nicht.

 

Auch dies:

 

 

(…)

Soll ich mein End` und meinen ersten Anfang finden,

so muss ich mich in Gott und Gott in mir ergründen.

Und werden das, was er: Ich muss ein Schein im Schein,

ich muss ein Wort im Wort, ein Gott in Gotte sein.

Gott ist von Anbeginn der Bildner aller Dinge

Und auch ihr Muster selbst. Drum ist ja keins geringe.

 

 

Goethe (1749-1832) schrieb u a diese Worte:

 

Wäre nicht das Auge sonnenhaft,

wie könnten wir das Licht erblicken?

Lebt` nicht in uns des Gottes eigne Kraft,

wie könnt` uns Göttliches entzücken?

 

 

Es ist bekannt – und ich habe schon mehrfach darauf hingewiesen, dass z.B. Schamanen Kontakt zu diesem besonderen Licht aufnehmen und unter bestimmten Umständen zuvor verborgene Farben und Strukturen (zumindest vor ihrem „geistigen Auge“) sehen können. Doch nicht nur Schamanen und Mitglieder indigener Völker, sondern auch viele schöpferisch tätige Kunsthandwerker, die (weil sich unter bstimmten Umständen ein veränderter Bewusstseinszustand einstellt) damit in Resonanz gehen und die Farben, Zeichen, Symbole und Muster des unsichtbaren Lichts auf „geistigen Wegen“ (meist unbewusst)  in ihre Arbeiten „einfließen“ lassen.

Auch Buchstaben und Zahlen sind „himmlische Symbole“, und – wie bereits erwähnt – finden wir sie in allen Sprachen, Wissenschaften und Kulturen, was nichts anderes bedeutet, als dass „unsichtbare Lichtsymbole“ sich in unserer Welt materialisiert – also Gestalt angenommen und eine ganz bestimmte Bedeutung bzw. "Bestimmung" - haben.

 

Die ganze Schöpfung ist (aus höherer Warte betrachtet) ein Symbol und besteht aus unzähligen kleinsten Licht-Symbolen (ihren fraktalen, selbstähnlichen Teilchen).

Alles ist Licht und somit durchdrungen von den Strukturen des Lichts, also von der „verborgenen Wahrheit“, und alles ist – sowohl als Welle wie als Teilchen - im Zustand des ewigen Zerfließens und sich wieder neu Zusammenfügens. Also im ewigen Wechsel, der den ganzheitlichen Energie-Prozess des Lebens und Sterbens umfasst.

Wie innen, so außen, wie oben, so unten, wie im Mikrokosmos, so im Makrokosmos...

 

Abstrakte Malerei

 

Vor nahezu 200 Jahren kam es zu einer bedeutenden Veränderung in der Malerei: Zuvor streng gegenständlich und detailliert, entwickelte sich nun ein Malstil, dessen Bedeutung anfangs (und vielfach auch noch heute)  nicht erkannt und wirklich anerkannt wurde:

Die abstrakte Malerei.

Die Sonne, ihr besonderes Licht und ihre durchlässige Farbigkeit – ihre „farbige Transparenz“ – rückten in das malerische Interesse. Konturen verschwammen, lösen sich auf,  gingen ineinander über und erschienen „unwirklich“. Alles entmaterialisierte und durchdrang sich gegenseitig – gerade so, als hätten die abstrakten Maler ganz plötzlich die Fähigkeit erlangt, „ihr Gehirn“ vollkommen auszuschalten und das Gesehene genau so aufs Papier zu bringen, wie es wirklich existiert und von den Augen gesehen wird - bevor es vom Gehirn in die „Bilder der Realität“ umgewandelt wird, die wir für „wahr“ halten.

Oder anders ausgedrückt:

Man könnte meinen, dass die Künstler zum Medium einer höheren, geistigen Macht wurden, durch die „die Wahrheit“ nun, in all ihrer Farbigkeit, die in ständiger Bewegung ist, in lichten (meist Aquarell-) Farben auf die Leinwand „floss“.  Farbe in Farbe, Lasur über Lasur. Licht im Licht.

(Lasur = durchsichtige Farbschicht – durchscheinend, teils unsichtbar, lichtdurchlässig und doch alles mit allem verbindend.)

Als Vorläufer der abstrakten Malerei gilt der englische Maler, Aquarellist und Zeichner

William Turner (1775-1851): Nach einer Italienreise (1819) wurde er zum „Maler des Lichts“. Gegenständliches verschwamm, seine Bilder wurden „sphärisch“ - „atmosphärisch“.

 

(Atmosphäre =  (von altgriechisch ἀτμός atmós, deutsch ‚Dampf‘, ‚Dunst‘, ‚Hauch‘ und σφαῖρα sfaira, deutsch ‚Kugel‘).

 

Es ist umstritten, wer das erste Werk, das eindeutig der abstrakten Malerei zugeordnet werden kann, gemalt hat; nach neuesten Erkenntnissen geht man jedoch davon aus, dass es von der schwedischen Malerin Hilma af Klint (1862-1944) im Jahr 1906 gemalt wurde.

Zuvor nahm man an, es sei ein Bild des russischen Malers, Grafikers und Kunsttheoretikers Wassily Kandinsky (1866-1944) gewesen, der auch in Frankreich und Deutschland lebte und wirkte, und der sich – angelehnt an die theosophischen Lehren Rudolf Steiners (1861-1925) (Theosophie von griech. θεοσοφία für „Göttliche Weisheit“) – der „abstrakten Malerei“ zuwandte.

Hilma af  Klingt, die auf vielfältige Weise auf „spiritueller Suche“ war, an Séancen teilnahm und selbst als Medium fungierte, um mit der „übersinnlichen Welt“ in Kontakt zu treten, lernte 1908 Rudolf Steiner kennen (der diesem Weg, sich Inspiration zu holen, kritisch gegenüberstand), und wandte sich künftig mehr und mehr seinen Lehren zu. 1920 schloss sie sich der Anthroposophischen Gesellschaft an.Sie hinterließ über 1000 Werke und hatteverfügt, dass diese erst 20 Jahre nach ihrem Tod öffentlich gezeigt werden dürften.

 

Ebenfalls im Jahr 1908 wurde Kandinsky von einer seiner Schülerinnen, die in seiner Münchner Malschule „Phalanx“ studierte, mit den Werken Rudolf Steiners bekannt gemacht.  „Auf der Suche nach Erkenntnismöglichkeiten, welche über die sichtbare Welt hinausführen sollten, fand auch er bei Steiner Worte und Anregungen, die später in seiner programmatischen Schrift von 1911/12 „Über das Geistige in der Kunst“ anklingen.“

(Quelle: Lichtoffene Farbigkeit (1990), Dr. Andreas Mäckler)

Kandinskys Bilder offenbaren eindrucksvoll, dass es möglich ist und es ihm hervorragend gelang, über das Sichtbare hinaus zu schauen und „unsichtbare Zusammenhänge“ die zwischen und innerhalb Mikrokosmos und Makrokosmos wirken und existieren – und sich nun im Licht darstellen lassen - künstlerisch aufs Papier zu bringen.

Schon bei oberflächlicher Betrachtung vieler seiner Bilder, insbesondere aber, wenn man sich näher damit befasst, offenbart sich in seinen Farben und Strukturen ein Gefühl von „Heimat“, von „wahrer Heimat“.

Viele seiner Bilder zeigen offensichtlich genau die „vergeistigten, ineinander und miteinander wirkenden  Zustände“, die das Auge wahrnimmt, bevor das Gehirn eine Metamorphose vollzieht und alles, unserem aktuellen Verständnis für die Realität entsprechend, ordnet und umformt. Zudem stellt es die richtige Entfernung zu dem Gesehenen her und rückt alles eng zusammen, so eng, dass wir die gewohnten komprimierten Bilder sehen können, die wir als „normal“ (und als materiell) wahrnehmen.

Die Abstrakte Malerei, die sich nach 1910 als neue Modeströmung verbreitete, stieß – wen wundert`s - vielfach auf Missfallen und Ablehnung, u.a. da ihr abgesprochen wurde, dass hierfür künstlerisches Können und handwerkliche Begabung erforderlich wären. Mit Kunst, so meinte man, hatte das nichts zu tun, und es steht außer Frage, dass es auch hier (wie bei anderen Malstilen ebenfalls) immer wieder Menschen gab und geben wird, die meinen, mit ein paar selbst gemalten Pinselstrichen selbst abstrakt malen zu können, ohne das ein Unterschied zu den Bildern "echter Künstler" feststellbar wäre. Abstrakt malen kann zweifellos jeder, doch nur wenigen „Malern“ wird es gelingen, in ihren Bildern das Geheimnis der Schöpfung zu offenbaren.

 

Aus der heutigen Zeit ist die anthroposophische Malerei (angelehnt an die Lehren Rudolf Steiners) gar nicht mehr wegzudenken, offenbart sie doch in all ihrer farbigen Zartheit und Transparenz gleichzeitig auch in größtmöglicher „Schärfe und Genauigkeit“ genau das, was uns alle, unsere Umwelt und die ganze Schöpfung ausmacht, bewegt und vorantreibt:

Das ewige Streben nach Licht, Farbe, Durchlässigkeit, Weiterentwicklung, Ruhe, Harmonie, Liebe, Reife, Vollendung, Wahrheit, Form, Struktur, Befruchtung, Geburt, Tod, Auferstehung, LEBEN – und somit die immerwährende und untrennbare Vereinigung mit der göttlichen Natur.

 

Kandinskys Bilder und "echte Licht-Strukturen" im Vergleich

 

In vielen von Kandinskys (und auch Hilma af Klints) Bildern sind „fliegende bzw. schwebende, oft transparente  Kreise, Kugeln oder Punkte abgebildet; zudem diverse andere geometrische Formen und Symbole, wie Kreuze, schwarze Linien, spitz zulaufende Flächen, Dreiecke, Quadrate etc. und, wie es scheint, „schwarze Löcher“,  die den Eindruck erwecken, ihnen würde alles zustreben (was vermutlich auf „Anziehung“ hinweist).

 

Diese Dinge und die jeweiligen „Bild-Kompositionen“, die eng mit „Kugeln“ in Zusammenhang stehen, spiegeln „das Geschehen im Licht“ und somit in der ganzen Schöpfung (was alle sich ständig verändernden Zustände - und somit Farbveränderungen - mit einschließt) tatsächlich sehr treffend wider, was ich nachfolgend anhand einiger Bilder, die „Kugeln im Licht“ zeigen, verdeutlichen möchte.

Orbs

 

„Fliegende, für das Auge unsichtbare Kugeln“ – Orbs – sind uns unter dieser Kurzbezeichnung seit der digitalen Fotografie bekannt, und das Internet ist voll von Bildern, auf denen man sie betrachten und bewundern kann. Aber: Wie viele andere wichtige Dinge auch, wurde die Thematik Orbs ins Lächerliche gezogen, und es wurden verschiedene Erklärungsversuche ins Feld geführt, die diesen Erscheinungen das Mystische, wie auch das „Wahrhaftige, wirklich Existierende“, das ihnen von Anfang an anhaftete, nehmen sollte. Orbs werden nach wie vor als Spiegelungen, Stauberscheinungen, Wassertropfen, Verunreinigungen auf der Linse, aber auch als „Geister Verstorbener, Engel, Elfen, Naturgeister“ etc. bezeichnet, was natürlich zu Verunsicherung führt, zumal man sich bisher nicht darüber klar werden kann, um was es sich (auch im Einzelfall) tatsächlich handelt. Man muss unterscheiden lernen, wie immer und überall.

Zuvor muss jedoch das Bewusstsein, also auch das Sehen und Wahrnehmen, dafür geweckt werden, dass sich in dem vermeintlichen Nichts um uns, in der angeblichen „Leere“ tatsächlich etwas „durchaus lebendiges, intelligentes - geistiges“ befindet.

 

Es ist wie bei dem Affen, zu dem ich einige Zeilen später komme:

Wir sehen nur, worauf wir unseren Fokus richten.

 

Was andere Menschen zu unserer Einstellung zu Orbs, Lichterscheinungen, unerklärlichen Phänomenen etc. sagen, ist vollkommen zweitrangig, es kommt einzig auf das eigene Bewusstsein an. Das sollten wir schulen, in jedem Moment, und dazu gehört, unvoreingenommen und so neutral wie möglich erst einmal alles - auch das Undenkbare – für möglich zu halten. Die Natur und alles in der Welt ist dabei, sich vollkommen zu wandeln, und wir sollten uns bemühen, uns so gut wie möglich darauf einzustellen.

Kandinsky (1866-1944) und seine Zeitgenossen kannten keinen digitalen Fotoapparat, die ersten gab es erst ab ca. 1975. Der Zugang zu den „verborgenen Geheimnissen des Lichts“ ist zu seiner Zeit also eindeutig anders zustande gekommen und blieb den meisten Menschen, die sich diesen Dingen nicht (geistig) bewusst zuwandten – und nicht damit „gesegnet“ waren über eine „fein-schwingende Künstlerseele“ zu verfügen - fremd, unbekannt und nicht zugänglich. Und wenn doch (was, z.B. bei kunsthandwerklicher Arbeit, durchaus möglich ist), wurde es nicht erkannt. So, wie auch wir all die Dinge nicht erkennen und nicht einordnen können, die wir zuvor noch nie gesehen haben (wie die Mönche des Athos-Klosters, die das „himmlische Licht“ nicht „er-kannten“).

 

Interessante Versuche offenbaren, dass es mit unserer Wahrnehmung „nicht weit her“ ist. Wie sonst ist es zu erklären, dass ein als Gorilla verkleideter Mensch (damit ist der zuvor genannte „Affe“ gemeint), der sich während eines Spiels mitten unter die Basketballspieler mischt, vollkommen übersehen wird, nur weil die Konzentration bewusst auf den Ball gelenkt wurde? Sieht man ihn – den Affen - erst einmal, kann man nicht mehr glauben, ihn zuvor übersehen zu haben.

Hier ein Link zu dem Gorilla-Film

Um uns herum kann also viel passieren – und wir nehmen es nur deshalb nicht wahr, weil wir uns auf andere Dinge konzentrieren und geistig fokussieren.

Wir kennen alle den diesbezüglichen Effekt, wenn wir uns ein neues Auto (oder etwas anderes) angeschafft haben. Zuvor fiel es uns das überhaupt nicht auf, aber plötzlich sehen wir „unser neues Auto“, sogar in der richtigen Farbe, nahezu überall. Dasselbe Phänomen spielt sich immer wieder ab: Die Dinge, auf die wir unseren gedanklichen Fokus richten, erscheinen in unserem Blickfeld bzw. in unserer Realität.

 

In Kandinskys Bildern dominieren also ganz bestimmte Symbole. Besonders auch spitz zulaufenden Flächen, die den „Linien, Pisten und Landebahnen“ der Nazca-Wüste nachempfunden zu sein scheinen, In seinem Buch „Kandinsky, Punkt und Linie zur Fläche“ offenbart er sehr interessante Zusammenhänge hierzu, über die es lohnt, sehr gründlich nachzudenken.

Nachfolgend zwei Bilder mit Nazca-Linien (von nahezu unzähligen). Quelle: Google Earth

Bild links: Ein Beispielbild mit ähnlichen Linien von Kandinsky

Auch die von mir schon mehrfach erwähnte „Raute“ (siehe "Das Maß aller Dinge") hat Kandinsky gemalt.

Nachfolgend das linke Bild:

Sign, 1925, Öl auf Kartonpapier, Los Angeles County Museum of Art

Bild rechts: Foto von Anton Prock

Oben: Die  drei oben eingefügten Bilder sind Kunstwerke von Kandinsky

(Titel und Quelle werden noch eingefügt)

 

Unten: Originalbilder aus dem Licht, © Annette Andersen.

 

 

Die nachfolgend eingefügten sechs Aquarelle sind Werke von Wassily Kandinsky.

 

Der Name der einzelnen Bilder, das Entstehungsjahr und die Quelle werden noch nachgetragen.

"Kugeln" (Orbs)

 

Die nachfolgenden Bilder zeigen Originalbilder (Fotos) von Orbs. Weitere Bilder folgen.

© Annette Andersen

 

Bild oben:  Links ein Aquarell von Wassily Kandinsky, Gelber Punkt, 1926

                    Rechts: Ein Orb (Foto © Annette Andersen)

 

Offenbarung über Offenbarung

 

Interessant ist (auch), dass die in meiner Homepage anfangs erwähnten Tätowierungen ebenfalls eine bestimmte Form von Transparenz darstellen, denn sie eröffnen den Blick auf das Innere eines Menschen und sind „die materielle Offenbarung“ des zuvor Verborgenen (wie Gedanken, Gefühle, Lebensdaten, persönliche Bilder, Träume, Hoffnungen, Wünsche, Erlebnisse etc.).

 

Kandinskys Bilder offenbaren die verborgenen, unsichtbaren Strukturen und Zustände (auch Spannungszustände) des Lichts, und damit auch die in der „Atmosphäre“ unserer Welt; sie sind also „die sichtbare Offenbarung der Zustände des Unsichtbaren“ bzw. „die Offenbarung des Mikrokosmos im Makrokosmos“, im Moment des Malens. In gewisser Weise zeigen sie somit auch die Zukunft, so, wie die herannahenden Gewitterwolken Regen, Sturm, Blitz, Donner und evtl. Kälte ankündigen.

 

Offenbarung wird definiert als etwas, das plötzlich Dinge erkennen und verstehen lässt. Etwas, das Klarheit und Klärung verschafft. Ein Synonym für Offenbarung ist Erleuchtung.

 

Bekanntlich wird das aus dem Griechischen stammende Wort Apokalypse mit dem Wort „Offenbarung“ übersetzt. Es bedeutet auch „Enthüllung, Entschleierung“ und steht für „Zeitenwende“ und die „Enthüllung göttlichen Wissens“.

Das dies Wissen mit „Licht“ verknüpft ist, steht außer Zweifel, da vielfach und eindeutig, z.B. in der Bibel, darauf hingewiesen wird, wo Gott darauf hinweist, selbst das Licht zu sein.

Betrachten wir uns die Geschehnisse in der Welt, insbesondere die der letzten Jahre und  Jahrzehnte, bis etwa zwei Jahrhunderte zurück, wird deutlich, dass wir genau jetzt in einer Zeit leben, die von „Offenbarungen“ geprägt ist.

Jede neue Entdeckung, in jedem wissenschaftlichen und naturwissenschaftlichen Bereich, auch jede neue Erfindung,  jedes Erkennen von Zusammenhängen, z.B. durch Röntgen, Ultraschall etc., jedes „outen“ zuvor geheim gehaltener Dinge usw. ist eine „Offenbarung“;

Heutzutage  in einer Intensität, Klarheit und Direktheit, wie es sie – so scheint es jedenfalls – zuvor noch nie gegeben hat.

In einem kurzen Zeittakt (Rhythmus) werden inzwischen per Fernsehgerät oder Computer jeden Tag, rund um die Uhr, nach überall hin, von überall her, die aktuellen Nachrichten übermittelt, oft sogar live und (nahezu) zeitgleich, in Wort und Bild. Handy, Smartphone, Laptop, Tablet  und Co. ermöglichen, auf gleiche Weise von überall her, überall hin Kontakt herzustellen und live alles zu übertragen bzw. mitzuerleben, was gerade geschieht und zu sehen ist. Alles offenbart sich, ohne nennenswerten Zeitverlust. Auch das Wissen der heutigen Welt ist jederzeit von jedem Ort abrufbar.

Vor wenigen Jahrzehnten war das Erwachsenwerden noch ein Abenteuer; der Übergang in eine Welt, in der es für jedes Kind unendlich viel zu entdecken gab. Heute kann man sich jedes beliebige (damals noch geheimnisvoll und spannend erscheinende) Thema herauspicken, man wird unzählige Bücher, die ausführlich darüber berichten, dazu finden können. Es stimmt natürlich nicht, dennoch hat sich (auch) alles insofern verändert, dass der Anschein entsteht, alles sei heutzutage schon entdeckt worden. So gesehen ist es kein Wunder, dass „die Kinder von heute“ (und schon deren Eltern) kaum noch an der Natur Interesse haben, sondern eher daran, sich in Schulen gut ausbilden zu lassen, um später einen Beruf zu finden, der ein gutes Einkommen und Auskommen ermöglicht. Ausgebildet wird anhand von Büchern, die mit all den Erfahrungen, Entdeckungen, Zusammenhängen etc. vollgestopft sind, die andere Menschen in Erfahrung gebracht haben, und die nun für richtig, allgemeingültig und lehrwürdig gehalten werden. Individualität – auch individuelles Sehen der Dinge - hat hier also kaum noch eine Chance.

Dennoch klingt das alles nach einer tollen Sache – oder?

Die Kinder von heute (und die nachkommenden) müssen sich nicht mehr selbst auf den Weg machen, um die verborgenen Zusammenhänge in und mit der Natur herauszufinden.

Das ist doch eine wunderbare Zeitersparnis – oder?

Man kann sich ganz aufs Lernen – natürlich unter Zuhilfenahme technischer Errungenschaften – konzentrieren, und da wundert es auch nicht mehr, dass Musik, Religion sowie musische Dinge ganz hintenan stehen oder längst, aus Zeit- und Lehrermangel, ganz gestrichen wurden.

Das Adjektiv „musisch“ kommt aus dem Griechischen und leitet sich von „Muse“ ab. Mit „musisch“ ist die Aufgeschlossenheit gegenüber Kunst und künstlerischer Begabung  gemeint, und als Muse werden jene Menschen bezeichnet, die andere zu kreativen Leistungen inspirieren. Schon in der griechischen Mythologie wurden sie als göttliche oder genialische Inspirationsquelle für Künstler benannt.

Das lässt vermuten, dass sowohl die große Bedeutung, wie auch der „innere Bezug“ zu „Musen“ und letztlich die Musen selbst den heutigen „Weisheitsstätten“ (Schulen) verlorengegangen sind. Und damit den Kindern die kreative Motivation zum „selbst Erschaffen“, die stets mit einer mehr oder weniger ausgeprägten Form von „Erleuchtung“ einhergeht.

An anderer Stelle wies ich schon darauf hin, dass durch „Kunsthandwerk“ (dem künstlerischen Erschaffen von was auch immer) eine spirituelle Verbindung zu „unsichtbaren Geheimnissen“ zustande kommen kann. Besser:

Diese Verbindung kommt definitiv zustande, wenn „Lust am Erschaffen“ (und somit die geistige Ausrichtung darauf) beteiligt ist. Jeder Künstler und Kunsthandwerker erarbeitet seine Dinge unter dem Einfluss und der Führung göttlicher Inspiration. Er erschafft in seinem Innersten Raum für das, was er neu erschaffen und in dieser Welt entstehen lassen will (wie wir für Neuanschaffungen  in unseren Taschen, Schränken, Zimmern etc.)  Sei es nun ein Bild, eine Skulptur, ein Musikstück, eine Geschichte, ein gehäkelter Topflappen, eine geschnitzte oder tönerne Figur oder etwas gänzlich anderes, also braucht Raum, um materiell in der Welt zu entstehen.

An jeder Schöpfung wird also bereits gearbeitet, bevor sie materiell existiert – ihr wird schon vor der Entstehung „ein Raum“ gegeben. Raum, in Form eines „Schwarzen Lochs“ (der Form des Angestrebten entsprechend), das fortan danach strebt, sich, der Schöpfungsausrichtung entsprechend, zu erfüllen und dem Ersehnten in der materiellen Welt Gestalt zu geben. Geht das Interesse an der angestrebten Sache verloren, geht auch die Anziehung verloren. Das schwarze Loch bleibt leer und unerfüllt.

 

Wir sind definitiv „Schöpfer“, doch wir sind uns der wahren Bedeutung dessen  nicht bewusst, weil wir „die ehrliche, aufrichtige Liebe zur Natur“ und das Wissen um die inneren Zusammenhänge verloren haben. Unter anderem dadurch, dass wir zuhauf mit materiellen Dingen umgeben sind, zu denen der innere Bezug fehlt.

 

"Schwarze Löcher"  im Gewebe der Schöpfung

 

Oben:

"Schwarze Löcher" - Diese Bezeichnung ist sehr irreführend, denn es handelt sich ja nicht wirklich um (leere und auch nicht wirklich schwarze) "Löcher".

Die in dieser Präsentation gezeigten Bilder sind ungeordnet und zeigen "Löcher" in ganz unterschiedlichen Dingen. Die ersten vier Bilder zeigen "Fraktale Löcher" im Sonnenlicht. Andere befinden sich in "Orbs", in menschlicher Haut (während des Heilungsprozesses, nach einer Verletzung), in Wolken, im Blatt eines Baumes, dem einer Blume, in einem Stein, im Mondlicht  und in vielen anderen Dingen.

Wo Licht ist, gibt es auch "Schwarze Löcher"...

Ohne "Schwarze Löcher" gibt es offenbar keine Schöpfung

Der technische Fortschritt

 

Wir erleben seit Jahren, dass sich Menschen auf vielfältige Weise, oft bis in kleinste, private  Details, offenbaren; sei es in Fernsehsendungen (sogar bei intimsten Operationen darf man dabei sein), in diversen Shows, mit Tattoos auf der Haut, in Internetprofilen, Blogs, auf Webseiten etc.

Ebenfalls seit einigen Jahrzehnten, in den letzten Jahren immer stärker werdend, ist ein Trend dahingehend zu erkennen, dass die Menschen sich nicht mehr mit sich selbst identifizieren können und an ihrem Äußeren mehr und mehr verändern wollen und verändern lassen. Sie mögen sich selbst nicht mehr und können mit sich nichts mehr anfangen (und keine „Muse“ ist in Sicht).

Der einzige Weg, dem Leben Sinn zu geben, scheint der zu sein, sich im Sinne anderer (am einfachsten für das jeweils andere Geschlecht) interessant zu machen.

Und genau das scheint ein verhängnisvoller Knackpunkt zu sein.

Wir kennen das aus vielen Beziehungen zwischen Mann und Frau:

Anfangs, wenn man sich noch nicht wirklich kennt, ist das Interesse groß, oft flaut es jedoch immer mehr ab, je mehr man voneinander erfährt. Am Ende steht die Erkenntnis, dass der Partner einem vollkommen fremd ist, dass man viele seiner Eigenarten nicht mag, gar nicht wirklich zueinander passt (weil nur, was sich sinnvoll ergänzt, dauerhaft anzieht) - und die vorherige Spannung geht immer mehr verloren.

     Die vielen Offenbarungen bringen also folgerichtig mit sich, dass das Interesse

     aneinander  verloren geht; und damit „die energetische Spannung“, die einzelne 

     Menschen, aber auch Partner, Familien, Gruppen, Vereine, Gemeinschaften, Dörfer,

     Städte, Länder und das ganze Weltgefüge verbindet und zusammenhält.

     Die Folgen sind überall sichtbar:

     Alles zerbricht, driftet auseinander und „vermischt sich“, irgendwo und irgendwie,

     ohne das (in dem wilden Mischungsverhältnis, das dadurch entsteht) ein neues

     „sinnvolles Spannungsgefüge“ zustande kommt.

     Vermutlich haben Sie es längst im eigenen Freundeskreis, in der Familie und in sich

     selbst bemerkt:

     Das Interesse an allem geht mehr und mehr verloren, und überall sind zunehmend

     die drei Worte „Interessiert mich nicht!“ zu hören.

     Die Welt steht an einem Wendepunkt.

Betrachten wir die technische Entwicklung der letzten ca. 200 Jahre, wird deutlich, dass sie sich in diesen „paar Jahren“ explosionsartig entwickelt hat. Auch und besonders im Hinblick auf die Entdeckung des größten Geheimnisses:

Dem Geheimnis des Lichts, womit zweifelsfrei unvorstellbar viele neue Erkenntnisse – die (schon einen Fuß in der Tür haben, aber) unseren geistigen Horizont im Moment noch überschreiten - verknüpft sind. Ich möchte an dieser Stelle nur ein paar Erfindungen nennen, die damit in Zusammenhang stehen, und die nachvollziehbar (mindestens) im 4. Jahrhundert v. Chr. ihren Anfang nahmen.

Damals wurde die „Camera obscura“ entwickelt, wobei es sich ursprünglich um einen dunklen Raum mit einem Loch auf der einen Seite handelt, durch das Licht einfiel, was auf der gegenüberliegenden Wand ein auf dem Kopf stehendes Bild erzeugte. Damit nahm die Entwicklung der Kamera, wie wir sie heute kennen, ihren Anfang.

Viele Jahre vergingen, doch die technische Entwicklung nahm erst in den letzten ca.100 Jahren so richtig Fahrt auf.

 

Ein ganz kurzer Rückblick:

 

1928:  Start des Fernsehens in Deutschland.

1939:  Die Geburtsstunde der „modernen Fotografie

1976:  Das erste Patent für die Digitalkamera wurde bewilligt.

1981:  Der erste PC (Personalcomputer, von IBM) kam auf den Markt.

           Die wichtigste Internet-Anwendung, das World Wide Web

           (kurz: www., auf Deutsch: weltweites Netz), startete im August 1991.

 

Diese Erfindungen bzw. Entwicklungen, mit denen noch viele andere, hier nicht erwähnte, verknüpft sind, eröffneten uns einen ganz neuen Blick auf die Welt.

Nun war es möglich, die Bilder unserer Umwelt „festzuhalten“, sie in unterschiedlichen Geschwindigkeiten ablaufen zu lassen, sie elektronisch zu „zerlegen“, zu übertragen, sie zu vergrößern, zu verkleinern, den Kontrast zu erhöhen oder anders zu bearbeiten. Eine kurz zuvor noch unvorstellbare Sensation.

Das Geheimnis des Lichts offenbarte sich mehr und mehr, und ermöglicht uns inzwischen durch das Internet „das Wissen der Welt“ in jedem Moment zu ergänzen, zu erweitern, von überall her anzuzapfen – aber auch zu manipulieren und zu verfälschen.

 

Wir können mit der ganzen Welt kommunizieren und live bei Geschehnissen dabei sein, wo auch immer sie gerade stattfinden. Entfernungen und Zeitunterschiede spielen dabei keine Rolle mehr. Wir sehen und hören somit die Dinge, die uns zuvor verborgen waren und können uns zeitgleich selbst „ein Bild“ machen.

Das zuvor Verborgene, nicht Sichtbare, wird „entschleiert“ und uns klar und deutlich vor Augen geführt.

 

Genau das alles sind die Definitionen für „Offenbarung“ bzw. „Apokalypse“,

und zweifellos sind das die beiden Worte, die unsere heutige Zeit absolut präzise beschreiben.

 

Wir leben in einer Zeit der Offenbarungen, inmitten der „Apokalypse“.

 

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Nachtrag

 

Mit „die Spannung geht verloren“, meine ich das richtige Spannungsverhältnis in allen Dingen, und somit die Ausgewogenheit zwischen Anspannung und Entspannung. Die Balance also, die beide Seiten – und somit das Ganze, auch das ganze „Weltgefüge“ -  im Gleichklang hält, und dafür sorgt, dass mal die eine, mal die andere Seite „anziehen“ oder „nachgeben“ kann (und auch sollte), um kein Missverhältnis entstehen zu lassen.

 

Zufälle gibt es nicht:

Als ich heute Vormittag im Geschäft meine Einkäufe bezahlte, sah mich der Kassierer – ein ganz netter junger Mann, dessen Eltern schon vor seiner Geburt aus der Türkei nach Deutschland gezogen waren - an und fragte: „Warum ist das so?

Warum haben die Kinder von heute den Respekt vor ihren Eltern und anderen Erwachsenen vollkommen verloren? Meine Eltern“, so sagte er, „kommen damit überhaupt nicht klar, weil es gar keinen Unterschied mehr macht, wie die Kinder erzogen werden. Es ist, als hätten sie heutzutage „zwei Gehirne“; solange sie noch klein sind, ist alles gut, und mit einem Mal schalten sie auf das andere Gehirn um, verändern sich völlig, und der Respekt vor anderen Menschen ist vollkommen weg.“

„Bei einigen ist das vielleicht so, aber nicht bei allen“, warf ein Kunde ein, der das mithörte, doch der junge Mann an der Kasse beharrte darauf, dass es mindesten 90 % der Kinder beträfe.

Dass ich hier nun – Stunden danach – darüber schreibe, zeigt, dass es mich bewegt.

Erst recht, da es genau ins Thema passt.

Warum ist das so, dass die Kinder den Respekt verloren haben?

Das ist eine gute und wichtige Frage, und ich bin sicher, dass außer mir noch weitere Menschen, die sie an der Kasse hörten, mit nach Haus nahmen, um darüber nachzudenken, die Sache evtl. in der Familie zu besprechen und künftig verstärkt darauf zu achten. Dies kleine Beispiel zeigt, dass eine einzige Person durchaus viel bewirken kann: Alles verbreitet sich netzartig, weitet sich mehr und mehr aus und zieht immer größere Kreise.

Nun schreibe ich auch Ihnen davon, aber ich will die Frage nicht einfach so im Raum stehen lassen. Warum ist das so, dass Kinder und Jugendliche heute, wie es scheint, den Respekt vor Eltern, Lehrern, anderen Erwachsenen (aber auch den Mitmenschen generell) verloren haben?

Dass es vielfach so ist, steht außer Frage, und es wird schlimmer. Die technischen Medien unserer heutigen Zeit offenbaren es, jeden Tag.

 

Wir Älteren waren doch noch ganz anders, oder? Naja, in erster Linie vermutlich die Älteren unter den Älteren… Die Generation der heutigen „kleinen Kinder“ ist so etwas wie das Bindeglied zwischen „damals und heute“ und sie erinnern sich bestenfalls nur noch vage daran, wie es vor der Extrem-Technisierung der heutigen Zeit einmal war.

„Damals“ hatten die Kinder zweifellos noch mehr Respekt vor Eltern, Lehrern und Erwachsenen, und eigentlich liegt es auf der Hand, woher die Unterschiede zu heute kommen.

Alles ist mit allem verknüpft, und betrachtet man die Sache ganzheitlich, offenbaren sich die verborgenen Zusammenhänge.

Wir Menschen – wie alle Dinge in der Natur - streben vom ersten Atemzug an nach Vollendung: Also nach Weiterentwicklung und Reifung, was u.a. damit zusammenhängt, sich mehr und mehr Wissen anzueignen. Unsere ersten Lehrer sind die Eltern (auch Geschwister, andere Verwandte und generell die Mitmenschen). Sie alle leben uns in der Kinderzeit ganz unterschiedliche Verhaltensweisen, Eigenarten, Unarten etc. vor, und dadurch, dass wir auch die Konsequenzen (in der Umwelt, aber auch in uns selbst, was Gefühle, Gedanken, körperliche Reaktionen etc. betrefft) sehen, spüren und miterleben, lernen wir und entscheiden uns, in der Zukunft das Eine zu tun und das Andere zu lassen.

Unsere Eltern und Mitmenschen formen uns und sind unsere Wegweiser.

 

Heute funktioniert das vielfach nicht mehr auf diese Weise, denn immer mehr Ehen zerbrechen, und auch die Generationen (Omas, Opas, Onkel, Tanten etc.) leben so verstreut und eigenständig, dass sie als Lebens-Lehrer für die Kinder oftmals ganz wegfallen. Die Kinder wachsen heute schon von frühester Kindheit an mit Fernsehen, Handy, Computer und der weltweiten Vernetzung auf, und sie lernen von Anfang an, dass „das aktuelle Weltwissen, zu allen Wissensfragen“ im Internet zu finden ist. Was Eltern und Lehrer heute sagen und lehren, kann sofort hinterfragt und ergänzt werden, da niemals alles ganzheitlich vermittelt werden kann. Die Kinder wissen das – und reagieren entsprechend.

 

Respekt ist eng mit Wissen und „Weisheit“ verknüpft. Genau so, wie Kinder „früher“ wussten, dass die ältere Generation über weit mehr Wissen verfügt als sie selbst (also wichtige, „weise Lehrer“ sind), wissen sie heute, dass das Internet die wahre Wissensquelle ist (hier also das heutige Wissen gespeichert ist). Um an Informationen, welcher Art auch immer, zu kommen, braucht man heute keine Eltern und andere Erwachsene mehr, sondern Zugang zum „Netz“. Eltern und Lehrer verblassen (diesbezüglich) daneben, und es wird von den Kindern der heutigen Zeit (und vielfach auch schon von deren Eltern) nicht erkannt, dass „zur alten Weisheits-Schule", die von Mensch zu Mensch funktionierte und Diskussionen, Gefühle, das persönliche Vorleben bestimmter Situationen, sowie das Sehen und selbst miterleben dessen, was sich daraus ergibt, fehlt.

Alles Natürliche macht mehr und mehr dem Technischen Platz, und wir dürfen uns nicht darüber wundern, dass auch unsere Kinder zu einem großen Teil schon „entmenschlicht“ sind. Ohne jede Schuldzuweisung: Die Kinder selbst haben keine Schuld (wie sollten sie?), aber auch nicht die Erwachsenen. Es handelt sich um eine „normale“, wenn auch tragische Entwicklung, die vermutlich gar nicht hätte aufgehalten werden können.

 

Was können wir tun?

 

Alles zuvor Genannte zusammengenommen ist in vielfacher Hinsicht eine sehr gefährliche Entwicklung.

Die Konsequenzen sind schon jetzt extrem grausam (z.B. Vereinsamung in höchstem Maß, allgemeines Desinteresse, Gleichgültigkeit, „Klassenunterschiede“, Abtrennung von der Natur etc.), und es ist höchste Zeit sich die Frage zu stellen, was wir tun können, um den rapiden Zerfall des ganzen Weltgefüges doch noch aufzuhalten oder ihm eine andere Richtung, bzw. wieder mehr „Spannung“, zu geben.

 

Meiner Meinung nach  gibt nur einen vernünftigen Weg, um so schnell wie möglich etwas zu erreichen:

Die meisten Menschen werden denken, dass sich nur (schnell) etwas ändern kann, wenn viele Menschen sich zusammentun, um an einem Strang zu ziehen. Theoretisch ist das richtig, praktisch jedoch unmöglich.

 

Es gibt nichts „identisches“ in der Schöpfung, folglich auch keine zwei Menschen, die bis ins Detail über etwas gleicher Meinung sein können. Bestenfalls oberflächlich, doch das ist immer mit der Frage behaftet, wie ehrlich „die gleiche (niemals identische)“ Meinung tatsächlich ist und wie weit die innere Zielsetzung tatsächlich voneinander abweicht.

Das Problem bei uns Menschen ist, dass wir uns unseres Selbst nie sicher sein können, da wir extrem beeinflussbar sind und uns ständig selbst betrügen, vielfach ohne dass uns das bewusst wäre. (Es offenbart sich auf dem Weg der Selbsterkenntnis!)

Ein winziger Windhauch, den wir gar nicht bewusst bemerkt haben, kann augenblicklich unsere Meinung über das aktuelle Wetter beeinflussen und verändern, ein zartes Lächeln oder das Herabsenken der Mundwinkel unsere Meinung über unser Gegenüber etc.

 

Es gibt deshalb immer Differenzen in uns selbst, zwischen zwei und erst recht zwischen noch mehr Menschen („die Politik“ führt es uns gerade sehr deutlich vor), doch nur eine ausgewogene Balance kann das richtige Spannungsverhältnis herstellen und aufrecht halten. Diese Balance in größeren Gruppen, Nachbarschaften, Vereinen etc. tatsächlich in der Form zu erreichen, dass alle Menschen zusammen die Welt (bzw. das aktuelle kollektive Bewusstsein der Welt) zum Besseren, Friedlicheren, Liebevolleren bewegen zu können, ist nicht möglich.  Es kann schlichtweg – wegen der wahren Natur aller Dinge – nicht funktionieren.

Jeder diesbezügliche Versuch ist von vornherein zum Scheitern verurteilt und (in der aktuellen Situation) Zeitverschwendung, da das allgemeine Verständnis für die verborgenen Zusammenhänge (und die wirklich wahre Natur der Dinge) fehlt.

Es gibt nur einen Weg, der sowohl jedem Menschen persönlich, wie auch seiner direkten Umwelt und zeitgleich der ganzen Schöpfung zugutekommt und hilft:

Jeder muss bei sich selbst anfangen, etwas zu verändern, was SOFORT möglich ist.

Es geht tatsächlich um „Respekt“, aber auch um all die Dinge, die damit verknüpft sind.

Man kann sich nicht aus dem Stehgreif „Respekt“ vor den Mitmenschen und/oder der Natur aus dem Ärmel schütteln, hierzu sind viele Dinge vonnöten, die miteinander verknüpft sind. Dies zu erkennen, ist ein Lernprozess.

Womit wir alle anfangen sollten und müssen, ist Nächstenliebe, womit vorrangig aber das Verständnis dafür einhergehen muss, was damit „ganzheitlich“ gemeint ist.

 

Der Begriff „Nächstenliebe“ stammt aus einem Gebot der Tora des Judentums, doch wir sollten uns darüber im Klaren sein, dass alle Menschen, unabhängig von einer bestimmten Religion oder Glaubensrichtung, damit angesprochen sind.

 

Es heißt dort:

 

       „An den Kindern deines Volkes sollst du dich nicht rächen und ihnen nichts nachtragen.

        Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst." (Lev 19,18 EU)

Definiert wird das in etwa so (siehe Link), dass jeder andere Mensch in einer Notlage „der Nächste“ ist, doch das trifft es nur ansatzweise. Wenn wir die Schöpfung ganzheitlich betrachten und uns der Verknüpfung aller Dinge mit allem bewusst sind, ist mit „Nächstenliebe“ die Liebe zu allem was ist gemeint, zur ganzen Schöpfung. Jedes noch so winzige Teilchen in der Schöpfung ist Teil von uns selbst - oder andersherum, jeder von uns ist Teil der ganzen Schöpfung.

Wir sind also dazu aufgerufen, ALLES zu lieben und uns nicht über irgendetwas zu erheben. Nichts ist geringer und nichts ist bedeutender als wir; alles ist gleich.

 

So kompliziert das für manche Menschen auch klingen mag: Es offenbart, wie „leicht“ es ist, die Welt zu verändern.

Es geschieht ganz einfach dadurch, dass wir alles gleichrmaßen wertschätzen:

Jeden Menschen, jedes Tier, jeden Stein, jedes Haus, jede Wolke, Grashalm, Wasser, Regentropfen, jede Schneeflocke, alles – ausnahmslos alles. Wertschätzen und so behandeln, als wären wir selbst dieses „Ding“ oder Teil des Ganzen.

Eine wunderbare und ganz leichte Übung (die auch zur Selbsterkenntnis führt) ist es, sich in jedes Teil hineinzudenken, sich vorzustellen, man wäre es selbst und wünsche sich nun, seiner jeweiligen Bestimmung entsprechend geliebt, geschätzt und behandelt zu werden. Und fortan sollten wir die Dinge auch genau so behandeln: Als wäre unser eigenes Bewusstsein darin…

 

Damit kann jeder sofort und an jedem Ort beginnen – und es führt (etwas Verstand und Gefühl vorausgesetzt) zwangsläufig dazu, die Umwelt und sich selbst mit anderen Augen zu sehen.

 

Öffnen Sie sich, ganz  bewusst und aufrichtig, allen und allem Natürlichen gegenüber, um die Liebe - „die einzig wahre „Grundspannung“ aller natürlichen Dinge – in Ihr Herz einfließen zu lassen.

Und öffnen Sie ganz bewusst, ehrlich und mit bester Absicht ihr Herz allen Mitmenschen, allen Dingen, und besonders der Natur gegenüber, um diesen „ausgewogenen Spannungszustand“ – die wahre Liebe - auf (und in) alle und alles zu übertragen.

 

Das ist der einzig richtige und einzig erfolgreiche Weg der (schnellen) HEILUNG.

 

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Link:  www.die-wahre-natur.de

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Zuletzt überarbeitet (Seite 13):

 

am   19.11.2018