Aus Licht gewebt... www.Annette-Andersen.de
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4. Die verlorene Zeit

Unsere heutige, technisierte Welt bringt Möglichkeiten mit sich, die vor wenigen Jahren oder Jahrzehnten noch undenkbar waren. Auch im Bereich des Sehens. Besonders auch im Bereich des Sehens. Sowohl, was das optische Sehen betrifft, wie auch unsere Sichtweise schlechthin. Wir halten uns heute nicht mehr „mit Kleinigkeiten“ auf, können viele mühsame Erkenntniswege einfach wegfallen lassen (weil sie irgendwer vor uns schon gegangen ist) und  neue Erfahrungen, Erkenntnisse und Erfindungen an schon bestehende anknüpfen. Gerade so, als würde bei einem Zug ein Wagon an den anderen gehängt, ohne das letztlich noch wirklich Kenntnis darüber besteht, wo welcher Wagen ist, was sich jeweils in ihm befindet und wie oder ob „die kollektive Ladung“ zusammen ein Ganzes ergibt. Das führt folgerichtig unter anderem dazu, dass die jeweiligen Entwickler und Neuschöpfer (von was auch immer) sich bestenfalls gut mit der eigenen Erfindung oder Weiterentwicklung auskennen, das ganze Funktionsprinzip aber – egal, um was es geht – von niemandem mehr richtig durchschaut wird. Bestenfalls theoretisch. Für den „Endverbraucher“ oder Konsumenten einer neuen technischen Entwicklung, also für uns alle, gilt das Gleiche:

Wir sind oder wähnen uns vielleicht auf dem neuesten Stand der Technik, bzgl. Telefon, TV, Smartphone, Auto, Musikanlage etc., und besitzen die modernsten Geräte – doch was sie tatsächlich alles können, weiß (und braucht) kaum noch jemand. Es reicht, wenn unsere individuellen, ganz persönlichen Bedürfnisse, dem aktuellen Stand und persönlichen Geschmack (was die Optik angeht) entsprechend abgedeckt sind und wir deren Gebrauch kennen. Über "den Rest" machen wir uns in aller Regel gar keine Gedanken. Warum auch - es wäre pure Zeitverschwendung.

 

Bei ganzheitlicher Betrachtung dieser Sachlage müsste man jedoch kräftig mit dem Kopf schütteln und sich fragen, welchen Sinn dieser Unsinn eigentlich hat und wohin das alles noch führen soll. Doch unsere Sichtweise hat sich verändert:

Wir sehen diese Entwicklung als normal an. Auch die Tatsache, dass – diverse Untersuchungen bestätigen es - heutzutage in sehr viele technische Geräte ein Selbstzerstörungsmechanismus eingebaut wird, der  dafür sorgt, dass sie nur eine begrenzte Haltbarkeit haben. Der Irrsinn hat also System, und alles ist so programmiert, dass sich die Schleife des Unsinns, der sowohl mit der Vernichtung der Umwelt, wie auch unseres Bewusstseins einhergeht, höher und höher schraubt. Und wir – falls wir uns überhaupt darüber Gedanken machen - zucken nur mit den Schultern und sagen bzw. denken, all das sei eben heute so, und man könne es nicht ändern. Der heutige Zeitgeist eben…

 

Doch so einfach ist das nicht. Wir sollten uns wenigstens fragen, was das mit uns gemacht hat. Was also ist mit uns passiert? Und warum?

Es ist ganz klar: Alles hat mit unserer Sichtweise zu tun.

Von ihr ist abhängig, was wir tun und was wir lassen. Eine bestimmte Sichtweise beruht u.a. auf den Erfahrungen, die wir machen und gemacht haben, und diese ermöglichen erst, auf ihnen beruhend, das Für und Wider abzuwägen und zu erkennen, was richtig und falsch, was gut oder schlecht, nützlich oder zerstörerisch ist. Abwägen zu können bedeutet, fähig zu sein, selbst kreativ und zusammenhängend zu denken und es auch tun zu wollen. Nachdenken zu wollen!

Unsere Gedanken fließen ständig, in erster Linie unbewusst. Bewusst zu denken bedeutet, diesem reißenden Fluß Einhalt zu gebieten, ihn zu "beruhigen" zu "harmonisieren" und bestmöglich zu steuern, um es immer besser zu schaffen, ihn hin und wieder vollkommen "gedankenfrei und unbeachtet" an uns vorbeiziehen zu lassen; ohne den Wunsch, einen der Gedanken, die vorbeiziehen, ins Bewusstsein zu holen. Wir müssen sie loslassen, vollkommen loslassen...

(Die Überwindung des eigenen Gedankenflusses ist die Grundvoraussetzung, um den Weg der Selbsterkenntnis - nach innen - beschreiten zu können!)

 

Bis es Sinn macht und bis wir es schaffen, unsere Gedanken vollkommen loszulassen, ist es erst einmal erforderlich, die Zusammenhänge der Dinge so ganzheitlich wie möglich zu erkennen, was nachdenken erfordert. Bewusstes Nachdenken! 

Über den ganzen "Zug", nicht nur jeweils über den letzten Anhänger – also die allerneueste Erfindungsergänzung, nach der wir gerade wieder streben. Wieder und wieder streben, denn alles Neue ist jeweils nur so lange interessant, bis wir es haben. Und heutzutage, man denke nur an das jeweils aktuellste Smartphone oder iPhone, nicht nur wir, sondern gleichzeitig MILLIONEN andere Menschen auch - und (auch) das macht alles Neue sofort wieder uninteressant. Also muss wieder was Neues her - wieder und wieder, schneller und schneller, neue "Anhänger". Die Fabriken kommen kaum noch nach, den Bedarf nach "dem Neuesten" zu decken, da die Zeiträume zwischen den jeweiligen "Erfindungsergänzungen" immer kürzer werden. Der technische Fortschritt ist dabei, sich selbst zu überholen.

 

„Vorfreude“ auf das Neueste, technisch am weitesten Entwickelte (wenn es sich denn diesbezüglich tatsächlich noch um Vorfreude handelt) scheint also nicht nur die schönste Freude zu sein, sondern heutzutage auch (fast) die einzige. Doch sie ist kurzlebig, bei Erwachsenen, wie bei kleinen Kindern:

sobald das Angebstrebte da ist, wird es uninteressant. Manchmal geradezu augenblicklich, oder sogar schon, bevor man in den Besitz gekommen ist (da das Anschlussmodell bereits in Aussicht gestellt wurde).

 

„Früher“, als Kinder (und auch Erwachsene) sich noch nicht viel und jeweils das Neueste leisten konnten,als es noch nicht viel Technik gab und bestimmte Dinge nur zu besonderen Anlässen, zum Geburtstag oder zu Weihnachten gekauft und verschenkt wurden, war die jeweilige Zeit dazwischen (zwischen Wunsch und Wunscherfüllung) mit „Spannung“ erfüllt, mit einer „kribbeligen, elektrisierenden“ Erwartungshaltung, die mit der Freude auf das Kommende einherging. Vorfreude erzeugte also ein "Hochgefühl", vergleichbar mit Verliebtsein. Es dauerte seine Zeit bis zur Wunscherfüllung – und das war gut so. Der Spannungszustand erhöhte sich, mehr und mehr, je näher man dem "Ziel", also der Wunscherfüllung, kam - um sich mit dem Erreichen des Angestrebten in einem Hochgefühl der Freude zu "entladen".

Vorfreude ist also ein ganz besonderer, letzlich angenehmer, elektrisierender und "lebenserhaltener" Zustand, einem erotischen Vorspiel, das letzlich zur Vereinigung führt, ganz ähnlich. Wieso lebenserhaltend, fragen Sie sich vielleicht. Nun: Es ist bekannt (und ich habe es mehrfach selbst miterlebt), dass sterbende Menschen, die auf einen lieben Menschen warten, den Tod so lange "hinauszögern" können, bis der geliebte Mensch eintrifft. Das kann Tage, manchmal sogar Wochen dauern, und oft sind selbst die Ärzte in höchstem Maß verblüfft, wie das "Überleben" so lange noch möglich ist. Doch es funktioniert, immer wieder (aber nicht immer). Erst nach dem Erreichen des Angestrebten, nach dem Eintreffen des so sehnsüchtig erwarteten Menschen, gingen (bzw. gehen) die sehnsüchtig Wartenden.  Manchmal nur Minuten später, mit einem friedlichen, stillen und glücklichem Lächeln.

 

Heute hat sich die Sache mit der Vorfreude, ganz allgemein, komplett verändert: Alles ist greifbar, alles ist kaufbar und was man haben will, wird in aller Regel sofort gekauft.

 

Der Weg zu den Dingen, die wir anstreben, ist auf der Strecke geblieben. Die Erwartung, die Vorfreude, die „Spannung“ und die daraus erwachsende innere Bereitschaft, das Neue freudig anzunehmen, das Besondere darin zu sehen und es angemessen wertzuschätzen. Weil es "alles" im Überfluss gibt, hat "alles" seinen Wert bzw. unsere Wertschätzung verloren, und wir verschwenden keinen Gedanken daran, was alles dazu beiträgt, die Dinge entstehen zu lassen. Wir haben überhaupt keinen Sinn mehr für "die Natur der Dinge" und ihre wahren Bestandteile.

 

Unzählige Menschen haben heutzutage gleichzeitig das Bestreben, so schnell wie möglich das Neueste, Schönste und Beste in ihren persönlichen Besitz zu bringen, um dem Zeitgeist entsprechend "modern" zu sein - ohne Rücksicht auf Verluste (und die Zerstörung der Umwelt).

Wir leben in einer Zeit, in der keine kleinen Schritte mehr, sondern große Sprünge gemacht werden. Und wir machen größere und immer größere Sprünge – über den so wichtigen Erfahrungs- und Erkenntnisweg, der mit allem verknüpft ist, hinweg. Den überlassen wir der technisierten Welt; Maschinen, die dafür sorgen, dass Dinge immer schneller und schneller entstehen. Wir Menschen von heute (Ausnahmen bestätigen die Regel) sind dazu übergegangen, alles technisch hergestellt zu bestellen und an der Haustür in Empfang zu nehmen, ohne uns in irgendeiner Form selbst bemühen zu wollen oder zu müssen - und wundern uns dabei, warum alles schneller und schneller geht und die Zeit nur noch so dahin rast…

Vorfreude und Zeitempfinden sind eng miteinander verwandt.

Früher, als man noch lange auf etwas warten musste - und sich darauf freute, verging die Zeit sehr langsam, heute rast sie, weil sich alles sofort realisieren lässt. Die Zeit des Wartens auf etwas, die Zeit der Vorfreude, insbesondere auch die, selbst etwas "mit Kreativität, in Handarbeit und mit der Begeisterung dafür, es langsam entstehen zu sehen, womit die Fähigkeit einhergeht, unsere beiden Gehirnhälften zu synchronisieren und in Einklang zu bringen", geht mehr und mehr dem Ende zu. Die Zeit, und damit auch der "Zeit-Geist", der ursprünglich der "Geist der Natur" war (und es noch immer ist und ewig bleiben wird) verflüchtigt sich...

 

Zeit

 

Alle beklagen, keine Zeit mehr zu haben – doch was ist Zeit überhaupt?

Zweifellos und offensichtlich weit mehr als eine physikalische Größe.

Zeit ist „ein Ding“, das, wie ein Pullover, dadurch entsteht, dass man daran arbeitet.

Alles ist miteinander verknüpft, wie müssen nur anfangen genauer hinzusehen, um es zu bemerken. „Zeit“ ist der Faden, der alles mit allem verbindet. Ohne Zeit gäbe es nichts, absolut gar nichts – und wir sind Schöpfer, auch Schöpfer unserer Zeit.

 

Um Zeit zu haben, müssen wir „den Zeitfaden“ aufnehmen und etwas erschaffen. Wir müssen uns Zeit "erarbeiten". Mit unserem Bewusstsein, unseren Gedanken und unseren Händen - und je fleißiger wir an etwas arbeiten, umso mehr Zeit (Vorfreude und Lebensfreude) entsteht. Folgerichtig nimmt uns jede technische Erfindung, die eigentlich mehr Zeit bringen sollte, tatsächlich Zeit – und Lebensfreude - weg. Je mehr Technik, umso weniger Zeit, umso weniger Gefühl für das, was das Leben eigentlich ausmacht… (Ziele zu haben, selbst etwas zu erschaffen, ein Gefühl für die Natur der Dinge zu bekommen, die Zusammenhänge erkennen, LERNEN - und sich an all dem zu erfreuen!)

 

Die Technisierung in allen Lebensbereichen hat sich längst verselbständigt, wie wir alle wissen, und sie nimmt uns das Wichtigste, was wir zum Leben brauchen: Zeit. Lebenszeit.

Jeder weiß es, jeder bemerkt es – seit Jahrzehnten ist es offensichtlich, doch wir öffnen unser Bewusstsein nicht dafür. Wir sind blind dafür, weil wir durch das geblendet werden, was durch die Technik erschaffen wird: Materie bzw. materielle Dinge.

Und davon wollen wir mehr, mehr und mehr - und hüllen uns damit ein.

Der Blick auf die "wahre Natur der Dinge" wird damit verstellt.

Der natürliche Rhythmus des Lebens ist zerstört:

Ruhephasen und  Arbeitsphasen sind „eine Suppe“ geworden.

 

Die Schöpfungsgeschichte der Bibel (die Genesis) spricht von einem göttlichen Schöpfungszyklus, der sieben Tage umfasst, wobei der siebente Tag der Tag der Vollendung und Erholung (der Ruhetag) und somit ein heiliger Tag ist. Mit der Vollendung dieses Ruhetages beginnt somit der 8. Tag, der gleichsam das Vergangene und das Kommende miteinander verbindet, und der zugleich der erste Tag des neuen Zyklus ist.

Dieser Rhythmus wiederholt sich in der Natur wieder und wieder, in einem ewigen Kreislauf, und hier wird die symbolische Bedeutung der Zahl 8 klar: In ewiger "Schleife" verbindet sie das Vergangene mit dem Neuen.

 

Was uns hier mitgeteilt wird, ist die Tatsache, dass die Welt ohne diesen natürlichen Rhythmus „aus dem Zeit-Takt“ kommt.

Doch nicht nur die Zeit geht verloren, sondern wir selbst verlieren uns "mit der Zeit"...

 

Zu den ältesten gefunden Symbolen der Welt gehört das Kreuz.

Das Kreuz ist das Symbol für den letzten (den 22.) Buchstaben des Hebräischen Alphabets, dem Taw. Davon leitet sich der griechische Buchstabe Tau (Tau-Kreuz) und das lateinische „T“ ab.

 

Zudem bildet es "die Basis" des ägyptischen Anch (Anck).

Das Kreuz symbolisiert Jesus Christus, Gott, Leben und Tod, Tod und Auferstehung, also den ewigen Kreislauf des Lebens. Besonders deutlich offenbart sich dies mit dem und in dem ägyptischen Anch-Kreuz. Hier ist auf das "T" bzw das Tau-Kreuz - einer Gebärmutter gleich - eine halbe Lemniskate aufgesetzt, eine Schleife, die einer halben Acht entspricht.

Die volle Acht (die Vollendung) ergibt sich stets erst durch die Vereinigung der Gegensätze (Arbeit und Ruhe, Geist und Materie, das Sichtbare und das Unsichtbare, Geburt und Tod etc.)

Links:

Das ägyptische Anch weist auf das Kreuz als Geburtskanal der Schöpfung hin. Aus dem Kreuz geht alles hervor und in das Kreuz alles zurück (um neu geboren zu werden).

Zudem besteht alles aus dem Kreuz, dem kleinsten (Energie- und vermutlich Zeit-) Symbol im Licht.

Zeit beschreibt die Abfolge von (gesetzmäßig) aufeinanderfolgenden Geschehnissen, also auch die von Geburt, Reifung, Alterung, Tod – Auferstehung (Geburt), Reifung, Alterung, Tod - Auferstehung und immer so weiter.

 

All dies steht untrennbar mit dem Kreuz in Zusammenhang, und so wundert es nicht, dass der Zeit das Formelzeichen „t“ und die Dimension „T“ zugeordnet wurde.

Zufälle gibt es nicht.

 

Zeit hat das Formelzeichen " t "

Die Dimension hat das Symbol " T ".

 

(Nach der Relativitätstheorie bildet die Zeit mit dem Raum eine vierdimensionale Raumzeit, in der die Zeit die Rolle einer Dimension einnimmt.)

Links:

Originalstrukturen im Licht (einige von mir blau gekennzeichnet).

Hier sind auch Kreuze zu sehen, und auch die kleinsten unter allen (Kindern gleich), die wie Punkte wirken, sind Kreuze.

Sie sind auf dieser Ebene jeweils von einem Energiekreis umgeben.

Oben: Originalstrukturen im Licht (Alles geht aus Kreuzen (also auch aus der Zeit) hervor)

So wunderschön die Strukturen im Licht auch aussehen, das rhythmische Gleichgewicht ist zerstört, und das Weltgeschehen rast von Moment zu Moment schneller voran, gerade so, wie ein altes Blechspielzeug, dass mit aufgezogener Mechanik, kurz vor dem Ende seiner Kraft noch mal ungewöhnlich schnell losrattert.

 

Und uns fehlt die Zeit.

Weil wir aufgehört haben, sie zu erschaffen und „zur Welt zu bringen“?

 

Oben: Originalstrukturen im Licht

 

Die kleinsten Symbole im Licht sind Kreuze - je tiefer man ins Licht geht (das heißt auch, umso länger man sich ihnen zuwendet), umso komplexer werden sie.

Kreuze sind (auch) das Symbol für Zeit - für die "endlose, ewige Zeit".

 

Aus ihnen geht alles hervor, und in ihnen endet alles (weil sie durchlässig sind)...

 

(Mehr dazu auf der Seite "Das Maß aller Dinge").

 

 

 

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Link:  www.die-wahre-natur.de

Der Link führt Sie auf meine

1. Homepage - den Vorgänger dieser Website.

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Info:

Der Hintergrund auf dieser Seite zeigt Originalstrukturen im Licht.

Das Originalbild ist auf der Kontakt-Seite eingefügt.

Das "bunte Bild" oben zeigt ebenfalls Originalstrukturen, direkt aus dem Licht, in Originalfarben.

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Zuletzt überarbeitet (Seite 13):

 

am   19.11.2018